
Herr, Hund und Pferd auf einer Farm in der Wueste von Dubai
So etwas habe er noch nicht gesehen, gab Sting zu, als er vor ein paar Tagen nicht etwa vor dem hoechsten Turm der Welt stand, sondern vor der Tribuene von Dubais neuer Pferderennbahn Meydan. Sting hat zum Super Thursday aufgespielt, um die Massen der Pfernenarren aus aller Welt vor und nach der Eroeffnung in Stimmung zu bringen bzw. zu halten. Die Anlage Meydan soll insgesamt eine Mrd Dollar gekostet haben. Auch sonst gab es wenig Anzeichen dafuer, dass der Pferdesport und das ihm zugrunde liegende Geschaeft schwer unter der Wirtschaftskrise von Dubai gelitten haetten.
Scheich Mohammed Al Maktoum, Herrscher von Dubai und selbst ein ausgewiesener Reiter und Pferdeexperte, war angeblich bester Laune. Das kann man ihm auch nicht verdenken. Seit Jahrem gehoeren ihm einige der erfolgreichsten Pferde der Welt, darunter Sea The Stars, Singspiel oder Dubai Millenium. Kurz bevor Dubai mit einer Immobilienblase all seinen Glanz und seine Liberalitaet riskierte, kaufte der Boss des Emirats die Pferdefarm Woodlands Stud in Australien fuer 420 Millionen Dollar. Man sagt, der Emir besitze weltweit zwischen fuenfzig und sechzig Staelle von Kentucky bis Japan, gebe Milliarden fuer die Zucht von Pferden aus und beschaeftige mehrere tausend Angestellte.
Wie in jedem Jahr ist der World Cup ein riesiges Spektakel fuer mehrere zehntausend Menschen, die am Ende – egal ob sie gewettet und gewonnen haben oder nicht – in der Stadt ausgelassen tanzen. Man mag ueber soviel Flamboyance den Kopf schuetteln, der World Cup 2010 war ein untruegliches Zeichen dafuer, dass ein paar Dinge in Dubai die Krise gut ueberstanden haben.